Das Sousaphon

Das Sousaphon ist eine Form der Tuba und gehört damit wie sie zur Familie der Bügelhörner. Das Sousaphon funktioniert genauso wie die Tuba und hat eine ähnliche Mensur. Wie bei allen Horninstrumenten hat es ein konisches Rohr, dessen Durchmesser vom Mundstück bis zum Schalltrichter immer größer wird. Der Durchmesser des Trichters beträgt etwa 65 Zentimeter und ist für den Transport abnehmbar.

Im Jahr 1908 wurde das Sousaphon erfunden und nach seinem Erfinder John Philip Sousa, einem amerikanischen Komponisten für Marschmusik, benannt. Sousa wollte eine Alternative zur Basstuba entwickeln, damit man auch bei Märschen tiefe Töne spielen kann. Anders als die Tuba wird das Sousaphon nicht vor dem Körper, sondern um den Körper herumgetragen und vor allem in der Marschmusik – also bei Umzügen und Paraden – eingesetzt.

Um das Sousaphon etwas leichter zu machen, werden der Schalltrichter und ein Teil vom Rohr seit ungefähr 1960 auch aus Kunststoff hergestellt. Trotzdem wiegt es 12 Kilo. Es ist das Markenzeichen einer jeden amerikanischen Marching Band.

Das Sousaphon wurde zunächst mit einem nach vorne gerichteten Schalltrichter gebaut. Sousa wollte aber vermeiden, dass die tiefen Töne genau auf das Publikum gerichtet waren. Deshalb hat er diese Bauform in seinen Stücken nie genutzt und hat das Instrument so umgebaut, dass der Trichter nach oben gerichtet war. Wegen dieser Form hat das Sousaphon auch den Spitznamen „Rain Catcher“, das ist Englisch und bedeutet „Regenfänger“. Heutzutage ist der Trichter aber wieder nach vorne gerichtet.

Der Klang des Sousaphons ist laut und satt. Mit dem großen Kesselmundstück kann man leichter als bei manchen anderen Blechblasinstrumenten Töne erzeugen. Allerdings ist der Abstand vom tiefsten zum höchsten Ton geringer als bei anderen Instrumenten, es lassen sich also deutlich weniger Töne spielen. Das Sousaphon hat nur 3 Ventile. Manche Tuben haben bis zu 6, deshalb wird es kaum als Soloinstrument eingesetzt.

Fünf Mitglieder der Tuba Herd spielen “Crazy Train” von Ozzy Osbourne auf Sousaphonen