Die Posaune

Die Posaune ist ein tiefes Blechblasinstrument. Im Englischen, Französischen und Italienischen nennt man sie „trombone“ („große Trompete“). Sie gehört zu den Trompeten-Instrumenten, weil der Durchmesser des Rohres überall gleich, also zylindrisch, ist. Erst zum Schalltrichter wird er weiter.

Ab 1450 entwickelte sich die Posaune aus der Zugtrompete. Ihre heutige Form gab es bereits 60 bis 70 Jahre später, doch erst seit ungefähr 1800 wird sie in Marsch- und Militärkapellen und im Sinfonieorchester gespielt. Viele klassische Werke für die Posaune gibt es aber nicht. Mittlerweile ist sie auch typisch für die Musikstile Jazz und Swing, die es seit ungefähr 100 Jahren gibt.

Eine Posaune besteht aus Kesselmundstück, Rohr und Schalltrichter. Letzterer wirkt sich ganz entscheidend auf die Lautstärke und die Klangfarbe aus.

Der Ton wird, wie bei allen Blechblasinstrumenten, am Mundstück mit den Lippen erzeugt. Spannt man die Lippen unterschiedlich an, erklingen verschiedene Töne. Durch das S-förmige Rohr wird der Ton zum (Schall)Trichter geleitet, aus dem er laut erklingt.

Zum Rohr gehören mehrere Teile. Besonders wichtig ist der Stimmzug, mit dem man die Posaune stimmen kann, noch wichtiger ist allerdings der Zug. Dieser ist U-förmig und durch das Hin- und Herschieben mit der rechten Hand lassen sich die Töne verändern. Die Posaune ist das einzige Blechblasinstrument, mit dem dadurch auch eine gleitende Veränderung („Glissando“) möglich ist, die sehr oft im Jazz Verwendung findet.

Es gibt 7 Zugpositionen, an denen man einen richtigen Ton erzeugen kann. Natürlich kann man aber mit einer Posaune noch viel mehr Töne spielen. Dafür muss man die Lippen unterschiedlich stark anspannen. Je besser jemand Posaune spielen kann, desto mehr hohe Töne können gespielt werden.

Es gibt verschiedene Arten der Posaune: die Tenor-Posaune in B, die Alt-Posaune in Es, die Bass-Posaune in B und die Kontrabass-Posaune in F.

Nicolai Rimsky Korsakov: Posaunenkonzert, 1. Satz: Allegro Vivace, gespielt von Amy Bowers in der Begleitung von Eric Anderson am Flügel