Das Saxophon

Das Saxophon ist ein Holzblasinstrument und kein Blechblasinstrument, da die Tonerzeugung wie bei allen Holzblasinstrumenten durch den einströmenden Luftdruck funktioniert. Dabei wird ein Holzplättchen, das Einfachrohrblatt, in Schwingung versetzt. Die Mundstücke von Saxophon und Klarinette sehen sehr ähnlich aus.

Das Saxophon besteht aus 4 Teilen, die man auseinandernehmen kann: Rohrblatt, Mundstück, S-Bogen und Korpus.

Der S-Bogen verbindet das Mundstück mit dem Korpus. Er kann unterschiedlich geformt sein, um die Größe des Instrumentes an die Spielenden anzupassen. Am S-Bogen befindet sich die Überblasklappe, mit der man viele Töne eine Oktave höher spielen kann.

Ein anderer Name für Korpus ist Körper. Dieser ist konisch gebohrt, wird also zum unteren Schallstück hin immer weiter. Am Korpus sind Klappen befestigt, die die 20 Tonlöcher schließen. Mit ihnen kann man insgesamt 45 verschiedene Töne spielen.

Es gibt 9 verschiedene Größen des Instrumentes: vom Sopranino-Saxophon bis Kontrabass-Saxophon. Sie klingen alle unterschiedlich tief, aber die Klappenmechanik funktioniert fast genau gleich. Am häufigsten wird das Tenorsaxophon gespielt. Einige Arten sind aber noch größer. Das Kontrabasssaxophon ist ungefähr 2 Meter lang! Deswegen ist es auch sehr schwer zu spielen und kommt nur selten vor.

Im Jahr 1840 erfand der Belgier Antoine Joseph Sax das Saxophon. Er fand, dass es kein Holzblasinstrument gab, das tief genug spielte und trotzdem gut klang. Weil er es ursprünglich für das französische Militär baute, wurde es anfangs nur in Marsch- und Militärkapellen eingesetzt. Es hätte aber auch im Sinfonieorchester mitspielen sollen, doch das kommt bis heute selten vor.

Mit dem Aufkommen des Jazz um 1900 bekam es dann einen festen Platz für diesen Musikstil. Kein Jazzensemble und keine Bigband kommen heute ohne das Saxophon aus.

Take Five von Paul Desmond, gespielt vom Saxophon-Quartett Sickle Sax

Weiteres Material

Lückentext Saxophon

Benenne die Teile des Saxophons