Die Parameterglocken

Die Parameterglocken sind ein Akustik-Exponat im musiculum, das zur Gruppe der Schlaginstrumente gehört.

4 Dreiergruppen Röhrenglocken sind in einen Edelstahlrahmen gespannt. Zusammen-gehörende Glocken sind gleich eingefärbt. Sie werden mit Schlägeln angeschlagen, die am Gestell befestigt sind.

Das Exponat wurde von Michael Bradke konstruiert und hergestellt.

Die Glocken unterscheiden sich durch die Parameter Durchmesser, Länge und Wandstärke. Jede dieser Parameter beeinflusst die Tonhöhe der Röhre.

Die 3 rosafarbenen Glocken haben bei gleicher Länge und gleichem Durchmesser unterschiedliche Wandstärken. Je höher die Wandstärke, desto mehr Masse schwingt. Daher erklingt ein tieferer Ton. Unterschiede in der Wandstärke von 1-2 mm ergeben sehr kleine Tonunterschiede von einem Achtel- bis Viertel-Ton.

Die 3 goldfarbenen Glocken sind unterschiedlich lang, während Durchmesser und Wandstärke gleich sind. Mehr Länge bedeutet mehr Masse. Daher klingt das längste Rohr am tiefsten. Doppelte Rohrlänge bedeutet einen um 2 Oktaven tieferen Ton.

Bei den 3 schwarzen Glocken sind jeweils Länge und Durchmesser verändert worden. Daher klingen die sehr unterschiedlich aussehenden Röhren gleich, denn sie sind entweder lang und dick oder kurz und dünn.

Ein Beispiel dafür: Eine Röhrenglocke von 60 cm Länge mit 2,5 cm Durchmesser klingt gleich einer Glocke von 120 cm Länge mit 10 cm Durchmesser.

Erklärung: Durchmesser 2,5 cm zu 10 cm: Eine Viertelung des Durchmessers hat einen 2 Oktaven tieferen Klang zur Folge. Länge: 60 cm zu 120 cm: Eine Halbierung der Länge bewirkt einen 2 Oktaven höheren Klang.

Die 3 blauen Glocken unterscheiden sich im Durchmesser, während Wanddicke und Länge gleich sind. Wird der Durchmesser verdoppelt, erklingt die Röhre eine Oktave höher.

Demonstrationsvideo