Das Harmonium ist ein Tasteninstrument und gehört zu den Luftklingern.
Durch das Treten von zwei Pedalen wird Luft in das Instrument gepumpt. Im Inneren sitzen sogenannte Durchschlagzungen, die durch den Luftstrom in Schwingung geraten und Töne erzeugen. Nach demselben Prinzip funktionieren auch das Akkordeon und die Mundharmonika.
Ein Harmonium besteht aus einem Gehäuse, der Mechanik und dem Gebläse.
Die Idee der durchschlagenden Zungen stammt von der chinesischen Mundorgel Sheng, einem über 3000 Jahre alten Instrument. Im 19. Jahrhundert entstanden daraus die ersten Harmonien und später das Harmonium.
Ab etwa 1900 war das Harmonium ein beliebtes Hausinstrument. Auch in kleineren Kirchen wurde es oft als Ersatz für eine Orgel genutzt. Heute wird es nur noch selten gespielt, da es weitgehend von elektronischen Orgeln und Keyboards verdrängt wurde.



