Das Euphonium

Das Euphonium gehört zu den tiefen Blechblasinstrumenten. Es wurde der Überlieferung nach 1842 von einem „Capellmeister Sommer“ und Adolphe Sax erfunden. Es zählt zu der Familie der Bügelhörner, unterscheidet sich jedoch vom Bassflügelhorn oder Tenorhorn durch eine weitere Bohrung.

Der Name Euphonium kommt vom griechischen Wort „euphonos“ = „wohlklingend“. Meistens ist der Klang dieses Instrumentes weich und tief, man kann jedoch auch laute und spitze Töne darauf spielen.

Auf dem Euphonium kann man ungefähr 3 Oktaven spielen, so wie auf der Posaune. Die unterschiedlichen Töne werden durch Drücken der 3 bis 4 Ventile mit der rechten Hand und durch die Lippenspannung erzeugt. Manche Instrumente haben auch ein zusätzliches seitliches Ventil.

Mittlerweile ist das Euphonium immer häufiger vor allem in Blasorchestern zu finden.

Man nennt es auch „Infanteriecello“, es ist also das Cello der Blasmusik. Deshalb werden manchmal Stücke, die für ein Cello gedacht waren, auf dem Euphonium gespielt.

Das Euphonium spielt als Mittelstimme in Musikkorps und Brass-Bands eine führende Rolle, wo es häufig Solopartien übernimmt. Gelegentlich wird es auch im Symphonieorchester verwendet, etwa in Ravels Übertragung von Mussorgskys Bilder einer Ausstellung. Außerdem wird es im Jazz eingesetzt.

Anthony Caillet am Euphonium und Miki Fuji am Klavier spielen Café 1930 von Astor Piazzolla